2018 Arbeiter- und Bauernrat


Karl Weinmann, Vorsitzender Arbeiter- und Bauernrat 1918

Der Arbeiter- und Bauernrat im Oberamt Vaihingen

Bei einer Meuterei der Matrosen der deutschen Hochseeflotte, die sich gegen einen militärisch sinnlosen Befehl wehrten, bildete sich am 7. November 1918 ein erster Soldatenrat, der ein Ende des Krieges und die Einführung einer demokratischen Regierung forderte. Bereits am 9. November hatte sich diese revolutionäre Bewegung über ganz Deutschland ausgebreitet, was zur Flucht des Kaisers und zur Ausrufung der Republik in Berlin und dann auch in Stuttgart führte. In allen Städten des Landes bildeten sich Räte, die auf die aktuelle Politik und die Neugestaltung der politischen Verhältnisse Einfluss nehmen wollten. Je nachdem, wer ihre Wähler waren, nannten sie sich Arbeiterräte, Soldatenräte oder Bauernräte.


In Vaihingen wurde in einer Versammlung der SPD am 30. November 1918 ein Arbeiter-und Bauernrat gewählt, der sich durch Zuwahl aus den Bezirksorten zu einem Bezirks-Arbeiter- und Bauernrat erweiterte und seine Geschäfts¬stelle im Gebäude der ehemaligen Gaststätte »Reichs¬adler« in der Grabenstraße eröffnete. Er nahm sich in den folgenden Wochen vor allem dem drängenden Problem der Lebensmittelversorgung an und waren bei der Bekämpfung des Schleichhandels und des Wuchers durchaus erfolgreich; zahlreiche Lebensmittelschiebereien konnten aufgedeckt werden, was zur Verbesserung der Lebensmittelzuteilung führte.


Nach den Wahlen zum Reichstag, zum Landtag und zum Gemeinderat lösten sich die Vaihinger Räte im Sommer 1919 auf.

 

 

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